
Schwangerschaftsdiabetes
Eine „schwere" Geburt?
Diese Form der Zuckerkrankheit heißt Schwangerschaftsdiabetes, wenn sie wieder vorüber geht und erstmals in der Schwangerschaft auftritt. Das kommt bei etwa jeder zwanzigsten Schwangeren vor, dann meist ab der 24. SSW. Für Mutter und Kind kann eine solche Stoffwechselstörung unangenehm werden.
Mögliche Folgen:
- Das Ungeborene kann rasant an Gewicht zulegen, ohne dabei „reifer" zu werden,
- „schwere Geburt" durch ein übergewichtiges Kind,
- erhöhtes Diabetes-Risiko für den späteren Jugendlichen/Erwachsenen,
- mangelernährtes Kind durch unzureichend durchblutete Plazenta,
- vermehrte Fruchtwasserproduktion,
- erhöhtes Risiko für Harnwegsinfekte,
- Frühgeburtsneigung.
Dennoch bietet ein Schwangerschaftsdiabetes heutzutage keinen Anlass mehr zur Sorge – wenn er rechtzeitig erkannt wird.
Rechtzeitig: wann und wie?
Die beste Früherkennung gewährt der „Zuckerbelastungstest" im letzten Schwangerschaftsdrittel, ab der 24. SSW. Sie kommen morgens nach einem möglichst zuckerfreien Frühstück in die Praxis. Dann trinken Sie eine Glukoselösung, und wir messen in bestimmten Abständen, wie Ihr Körper den Blutzucker abbaut. Das ist aussagekräftiger, als wenn Sie zu verschiedenen Zeitpunkten einen Streifentest mit Urin durchführen.
Im Fall des positiven Nachweises sorgen wir mit einer Diät oder Medikamenten dafür, dass Ihr Baby mit nur minimalem Risiko zur Welt kommt.
Besonders achtsam sollten Sie sein, wenn Sie
- spät Gebärende oder übergewichtig sind,
- in einer früheren Schwangerschaft bereits Diabetes hatten,
- schon ein übergewichtiges Kind zur Welt brachten,
- von einem familiären Risiko für Zuckerkrankheit wissen.

