
Expression der Gene
Expression der Gene Thymidylat Synthetase (TS), Dihydropyrimidin Dehydrogenase (DPD), Thymidylat Synthetase (TP) und Topoisomerase I (TOPOI) als Prognosemarker für die Chemotherapie des kolorektalen Karzinoms
Für die Chemotherapie des kolorektalen Karzinoms wurden in der Vergangenheit verschiedene prognostische Marker vorgeschlagen, zu denen Oncoscreen jeweils ein Testverfahren entwickelt und in der praktischen Anwendung geprüft hat. Die klinische Relevanz dieser Marker ist noch nicht gesichert und derzeit Gegenstand verschiedener klinischer Untersuchungen, an denen Oncoscreen beteiligt ist.
Wir führen solche Tests auch gerne als Dienstleistung in Ihrem Auftrag durch. Folgende Tests können wir zur sofortigen Anwendung anbieten:
Expression von Thymidylat-Synthetase, Thymidin-Phosphorylase und Dihydropyrimidin-Dehydrogenase im Tumor als prognostische Marker für das Ansprechen auf 5-Flourouracil
Oncoscreen etablierte eine Methode zur Quantifizierung der Genexpression der Thymidylat-Synthetase (TS), Thymidin-Phosphorylase (TP) und Dihydropyrimidin-Dehydrogenase (DPD) im kolorektalen Tumor- und Normalgewebe. Wir bieten diese Untersuchung als Dienstleistung an. Das Gewebe kann als tiefgefrorenes Frischgewebe, paraffin- oder pufferkonserviertes (RNAlater) Gewebe eingeschickt werden. Oncoscreen hat für jede Konservierungsform optimierte Isolierungsverfahren entwickelt.
Weitere Informationen zur Gewebekonservierung finden Sie hier.
Die drei genannten Gene (bzw. die entsprechenden Proteine) beeinflussen die Wirkung des Chemotherapeutikums 5-Flourouracil (5-FU). Die Thymidylat-Synthetase ist ein entscheidender Angriffspunkt des 5-FU bei der chemotherapeutischen Wirkung, die Thymidin-Phosphorylase begünstigt sowohl die inaktive Form von 5-FU als auch die Versorgung von Tumoren mit Blutgefäßen, die Dihydropyrimidin-Dehydrogenase ist maßgeblich am Abbau des 5-FU beteiligt.
Zwischen der Expression (Aktivität) dieser Gene und dem Erfolg einer Therapie mit 5-FU gibt es Zusammenhänge, die sich für die palliative Behandlung aber anders darstellen, als für die adjuvante Behandlung.
Bei der palliativen 5-FU-Therapie korreliert eine erhöhte Expression von TS, DPD und TP verschiedenen wissenschaftlichen Publikationen zufolge mit einer schlechteren Prognose, weshalb vorgeschlagen wurde, solche Patienten bevorzugt mit einem anderen Chemotherapeutikum zu behandeln.
Bei der adjuvanten 5-FU-Therapie hingegen korreliert ein hoher TS-Wert mit einer geringeren Rezidiv-Wahrscheinlichkeit.
Falls Sie sich für diese Untersuchung interessieren, fragen Sie bei uns nach und verwenden Sie den Anforderungsschein.
Genotyp des Thymidylat-Synthetase Promotors als prognostischer Marker für das Ansprechen auf 5-Flourouracil
Das Enzym Thymidylat-Synthetase (TS) wird durch 5- Flourouracil (5-FU) inhibiert. Den rasch wachsenden Tumorzellen fehlt daher zunehmend Thymidin, das für die DNA-Synthese benötigt wird, und sie sterben ab.
Die Menge an TS-Enzym wird durch die Aktivität des TS-Gens bestimmt, welche wiederum durch den TS-Promotor beeinflusst wird. Schon seit Längerem ist bekannt, dass zwei in der Bevölkerung hauptsächlich Varianten (Allele) des TS-Promotors vorkommen, von denen eines eine geringe Aktivität des TS-Gens zur Folge hat. Verschiedene klinische Studien zeigen, dass die Tumore solcher Patienten besonders gut auf 5-FU ansprechen.
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Expression der Thymidin-Phosphorylase als prognostischer Marker für das Ansprechen auf Capecitabin/Xeloda
Capecitabin (Xeloda) ist eine sog. Pro-Drug, die vom gastrointestinalen Trakt rasch absorbiert und über einen dreistufigen Stoffwechselprozess weitgehend in 5-Flourouracil (5-FU) umgewandelt wird. Über Capecitabin scheint das 5-FU dem Körper in einer Weise zur Verfügung gestellt zu werden, die der einer kontinuierlichen 5-FU-Infusion ähnlich ist.
Für den Umwandlungsprozeß von Capecitabin zu 5-FU wird das Enzym Thymidin-Phosprorylase (TP) benötigt. Tumore bzw. Tumorareale mit einer hohen TP-Expression sind daher besonders gute Kandidaten für eine Behandlung mit Capecitabin. Durch quantitative RT-PCR kann die Expressionshöhe des TP-Gens im Tumorgewebe gemessen werden.
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Expression der Topoisomerase I als prognostischer Marker für das Ansprechen auf Irinotecan (CPT-11, Campto)
Das Chemotherapeutikum Irinotecan (CPT-11, Campto) hemmt die Topoisomerase I (TopoI) mit der Folge, dass schnell wachsende Tumorzellen ihre DNA Replikation nicht vervollständigen können und daher absterben. Es gibt Hinweise in der wissenschaftlichen Literatur, denen zufolge eine hohe Expression des TopoI-Gens mit einem guten Ansprechen auf Irinotecan korreliert. Durch quantitative RT-PCR kann die Expressionshöhe des TopoI-Gens im Tumorgewebe gemessen werden.
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